E-Carsharing in Bad Tölz mit ersten Erfolgen

Klimaschutz durch Carsharing

Carsharing 2Seit August 2016 können Bürger und Gäste bei den Stadtwerken Bad Tölz ein Elektroauto mieten. Ein Angebot, das gerne angenommen wird. Seit wenigen Wochen steht ein neues Fahrzeug zur Verfügung.

Mehr als 25 registrierte Nutzer mieten regelmäßig ein E-Auto bei den Stadtwerken Bad Tölz. Die Zahl der Fahrer ist weiter steigend, und auch die Buchungen werden immer mehr. In den 15 Monaten seit August 2016 wurde der BMW i3 beinahe 70-mal gebucht. Insgesamt war das Fahrzeug 7.135 Kilometer im Oberland unterwegs. „Wir freuen uns, dass die Bürger dieses Angebot so gut annehmen. Das ist auch der Grund dafür, dass wir gerade ein neues Auto in Betrieb genommen haben. Mit dem neuen Renault Zoe bieten wir den Kunden die aktuelle Generation der E-Mobile“, erklärt Geschäftsführer Walter Huber.

Für fünf Euro pro Stunde und 15 Cent pro km (ab 30 km) können interessierte Bürger die Autos mieten. Voraussetzung ist die Registrierung beim CarSharing-Modell. Die Stadtwerke sind dabei Serviceanbieter. Vertragspartner der Nutzer sind die bundesweit tätigen CarSharing-Unternehmen Drive bzw. Flinkster. Auf deren Buchungshomepages können dann auch zusätzliche Mietangebote an anderen Stationen genutzt werden.

Sinnvolles Angebot

Nach der Registrierung erhalten die Mieter eine Kundenkarte, mit der das Auto auf dem Parkplatz an der Osterleite geöffnet und wieder verschlossen werden kann. „Wir leisten mit diesem Angebot nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem Projekt wollen wir zusätzlichen Service für unsere Bürger schaffen und eine Möglichkeit bieten, bestehende Lücken im ÖPNV sinnvoll zu schließen. Darüber hinaus sehen wir das als nachhaltigen Baustein für das Touristikangebot in und um Bad Tölz“, ergänzt Walter Huber.

Erfahrungsbericht

Grossansicht in neuem Fenster: Carsharing Kundin

Barbara Felton aus Obergries nutzt das CarSharing-Angebot der Stadtwerke Bad Tölz seit einem Jahr und berichtet von ihren Erfahrungen: „Ich selber habe kein Auto und fahre mit der Bahn und dem Fahrrad. Den BMW i3 habe ich vor allem gemietet, wenn ich Möbelstücke transportieren musste oder mein Radl zur Reparatur gebracht habe. Ich bin Österreicherin und hatte auch schon überlegt, mit dem i3 nach Hause zu fahren. Das sind etwa 300 Kilometer, aber ich müsste noch vor der Grenze ,tanken‘. Deshalb habe ich das noch nicht ausprobiert. Nach meiner Erfahrung ist die Reichweite sehr temperaturabhängig. Im Winter bin ich zweimal von Bad Tölz nach Königsdorf gefahren und war dann schon komplett am Limit, was den Ladezustand betrifft.

Das Handling an der CarSharing-Station ist ok. Nur bei der ersten Fahrt gab es ein Problem, weil sich der i3 nicht starten ließ. Mir war ein Bedienungsschritt beim Anlassen nicht bekannt, und das stand auch nicht in der Anleitung. Mithilfe der Service-Hotline konnte ich das Problem aber lösen.

Interessant ist das CarSharing vor allem dann, wenn eine Route mit dem öffentlichen Personennahverkehr schwer zu schaffen ist wie zum Beispiel an einem Sonntag von Bad Tölz nach Kochel zum Bergsteigen zu fahren. Da gehen kaum Busse. Ich werde das CarSharing auf alle Fälle weiterhin nutzen.“

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