Herr Landrat Niedermaier und Herr Joachim (Hauptamt) besichtigen die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Landratsamts.

Klimatipps

Die Freisetzung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄) und Distickstoffmonoxid (N₂O) ist die Hauptursache des menschengemachten Klimawandels. Auch private Haushalte tragen durch ihren Energieverbrauch, ihre Ernährung und ihre Mobilität zu den Emissionen bei. 

Wer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte, kann daher bereits im Alltag an vielen Stellen ansetzen: beim eigenen Mobilitätsverhalten, beim Energieverbrauch, beim Heizen und natürlich auch beim Einkaufen und bei der Ernährung. 

Fazit: Jeder Einzelne kann durch bewusste Entscheidungen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Davon profitieren nicht nur Umwelt und Klima, sondern oft auch der eigene Geldbeutel und die eigene Lebensqualität.


Einkaufen und Ernährung

  • Bio, regionale und saisonale Produkte

    Wer regionale und saisonale Lebensmittel kauft, kann unnötige Transportwege vermeiden. Saisonale Produkte müssen außerdem weniger häufig unter hohem Energieaufwand produziert werden, beispielsweise in beheizten Gewächshäusern.
    Besonders einfach gelingt der Einkauf regionaler und saisonaler Lebensmittel auf dem Wochenmarkt oder direkt bei Erzeugerinnen und Erzeugern.
    Auch Bio-Lebensmittel können einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Die ökologische Landwirtschaft trägt unter anderem zum Bodenschutz bei, unterstützt eine artgerechtere Tierhaltung und fördert den Erhalt von Kulturlandschaften und biologischer Vielfalt. Durch den Verzicht auf bestimmte synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel kann sie zudem Umwelt und Ressourcen schonen.

  • Weniger tierische Produkte

    Die Herstellung tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier verursacht im Vergleich zu vielen pflanzlichen Lebensmitteln deutlich mehr Treibhausgasemissionen. Gründe dafür sind unter anderem die Futtermittelproduktion, die Haltung der Tiere, ihre Ausscheidungen sowie Verarbeitung und Transport.
    Deshalb lohnt es sich, tierische Produkte bewusster und in Maßen zu konsumieren und häufiger auf pflanzliche Alternativen zurückzugreifen.
    Mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse – und dafür weniger Fleisch, Milchprodukte und Eier kann sowohl dem Klima als auch der eigenen Gesundheit zugutekommen.

  • Lebensmittel verwenden, nicht verschwenden

    In Deutschland werden pro Person jedes Jahr große Mengen an Lebensmitteln weggeworfen. Das ist nicht nur ein finanzieller Verlust, sondern bedeutet auch eine Verschwendung wertvoller Ressourcen. In jedem Lebensmittel stecken beispielsweise Wasser, Energie, Arbeitskraft und landwirtschaftliche Flächen.
    Deshalb lohnt es sich, Lebensmittel richtig zu lagern und den eigenen Einkauf gut zu planen. Wurde doch einmal zu viel gekauft, freuen sich vielleicht Freunde, Nachbarn oder Bekannte darüber.
    Auch über Apps und Lebensmittelrettungs-Netzwerke lassen sich noch genießbare Lebensmittel aus dem Handel retten und beispielsweise über einen Fairteiler in der Umgebung weitergeben.

    Eine Hilfreiche App ist unter anderem auch: Zu gut für die Tonne! – App

Mobilität

  • Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel nutzen

    Der Verkehrssektor verursacht einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen. Gleichzeitig ist nachhaltige Mobilität oft auch gut für die eigene Gesundheit.
    Kurze Strecken lassen sich häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Für längere Strecken sind Bus und Bahn eine klimafreundliche Alternative zum eigenen Auto.

  • Fahrgemeinschaften und Carsharing

    Wenn der Weg nicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden kann, können Fahrgemeinschaften und Carsharing eine gute Alternative sein.
    Wer ein Auto mit anderen teilt oder Fahrten gemeinsam organisiert, kann Kraftstoff und Kosten sparen und gleichzeitig die Umwelt entlasten.
    Dabei lohnt sich grundsätzlich die Frage: Brauche ich wirklich ein eigenes Auto?
    Wer nur gelegentlich ein Fahrzeug benötigt, kann prüfen, ob Carsharing eine sinnvolle Alternative zum eigenen Auto ist.

  • Flüge vermeiden

    Flugreisen verursachen besonders hohe Emissionen. Vor allem Inlandsflüge lassen sich häufig durch Bahnreisen ersetzen.
    Auch bei Fernreisen lohnt es sich, die Anzahl der Flüge bewusst zu reduzieren und wenn möglich, länger an einem Ort zu bleiben, statt mehrere kurze Flugreisen zu unternehmen.

Heizen

  • Heizkörper nicht verdecken

    Möbel, Vorhänge oder andere Gegenstände sollten nicht direkt vor Heizkörpern stehen. Sie können die Verteilung der warmen Luft behindern und dazu führen, dass mehr geheizt werden muss.

  • Richtig lüften

    Im Winter sollten Fenster nicht dauerhaft gekippt bleiben. Dadurch geht kontinuierlich Wärme verloren.
    Besser ist Stoß- oder Querlüften. Die Fenster für einige Minuten weit öffnen und anschließend wieder schließen. So wird die Raumluft schnell ausgetauscht, ohne dass Wände und Möbel stark auskühlen.

  • Thermostate richtig einstellen

    Ein richtig eingestelltes Thermostat hilft dabei, Energie zu sparen und die Heizkosten zu senken. Bereits eine geringfügige Absenkung der Raumtemperatur kann den Energieverbrauch reduzieren.
    Besonders praktisch sind programmierbare elektronische Thermostate. Damit lässt sich die Temperatur beispielsweise nachts oder während der Arbeitszeit automatisch absenken. Viele Modelle können außerdem bei einem Umzug einfach mitgenommen werden.

  • Dämmung prüfen

    Auch die Dämmung eines Gebäudes spielt eine wichtige Rolle. Eine gute Wärmedämmung reduziert den Wärmeverlust und hilft dadurch, Heizenergie und Kosten zu sparen. Im Sommer kann sie außerdem dazu beitragen, dass sich Räume weniger stark aufheizen. 

    Bei Fragen rund um die energetische Sanierung und die Dämmung können Sie Energieberaterinnen und Energieberater unterstützen.

Energieverbrauch im Büro und zu Hause

  • Ökostrom nutzen

    Strom aus fossilen Energieträgern verursacht Treibhausgasemissionen und belastet Klima und Umwelt. Erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie nutzen dagegen natürliche Energiequellen.
    Wer zu einem Ökostromtarif wechseln möchte, sollte auf transparente Kriterien und anerkannte Zertifizierungen achten. Ein Tarif mit 100 % Ökostrom und einem seriösen Ökostrom-Siegel kann eine Orientierung bieten.

  • Geräte vollständig ausschalten

    Fernseher, Computer, Drucker und andere Elektrogeräte sollten nicht unnötig im Stand-by-Modus laufen. Auch im Stand-by kann weiterhin Strom verbraucht werden.
    Am besten Geräte vollständig ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Steckdosenleisten mit Schalter können dabei helfen, mehrere Geräte gleichzeitig vom Stromnetz zu trennen.

  • Bedarfsgerecht beleuchten

    LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glüh- und Halogenlampen und haben eine lange Lebensdauer.
    Deshalb lohnt es sich, alte Leuchtmittel durch LEDs zu ersetzen. Außerdem sollte Licht nur dort eingeschaltet werden, wo es tatsächlich benötigt wird.

  • Kühlschrank richtig einstellen

    Für den Kühlschrank reichen in der Regel etwa 7 °C aus, um Lebensmittel zuverlässig zu kühlen. Im Gefrierfach sind –18 °C ausreichend.
    Moderne Kühl- und Gefriergeräte sind inzwischen deutlich energieeffizienter als ältere Modelle. Gleichzeitig werden Kühlschränke häufig kälter eingestellt als notwendig – das erhöht den Stromverbrauch.

  • Energiesparend kochen und backen

    Auch beim Kochen und Backen lässt sich Energie sparen:
    Beim Kochen einen Deckel auf den Topf setzen.
    Nur so viel Wasser erhitzen, wie tatsächlich benötigt wird.
    Den Backofen einige Minuten vor Ende der Backzeit ausschalten und die Restwärme nutzen. Wenn möglich, mehrere Speisen gleichzeitig im Backofen zubereiten.

Badezimmer und Warmwasser

  • Duschen statt Baden

    Ein kurzes Duschen verbraucht in der Regel deutlich weniger Wasser und Energie als ein Vollbad.
    Wassersparende Duschköpfe verfügen über eine Durchflussbegrenzung und können den Wasser- und damit auch den Energieverbrauch bei der Warmwasserbereitung deutlich reduzieren.

  • Sparsam waschen

    Nicht jede Wäsche muss bei 60 °C gewaschen werden. Für viele Kleidungsstücke reichen 30 oder 40 °C aus.
    Zusätzlich können Eco- bzw. Sparprogramme genutzt werden. Die Waschmaschine sollte möglichst vollständig beladen werden, ohne sie zu überladen.
    Wäsche an der Luft trocknen.
    Wäschetrockner benötigen vergleichsweise viel Energie. Wenn möglich, sollte die Wäsche deshalb auf einem Wäscheständer oder an der frischen Luft getrocknet werden.
    Das spart Strom und kostet nichts.

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