Herr Landrat Niedermaier und Herr Joachim (Hauptamt) besichtigen die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Landratsamts.

Klimaanpassung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Klimaanpassung bezeichnet Maßnahmen und Strategien, mit denen sich Gesellschaft, Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt auf die bereits spürbaren und künftig zu erwartenden Folgen des Klimawandels einstellen. Im Unterschied zum Klimaschutz, der auf die Verringerung von Treibhausgasemissionen abzielt, geht es bei der Klimaanpassung darum, Risiken zu minimieren, Schäden zu begrenzen und die Widerstandsfähigkeit natürlicher und menschlicher Systeme zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem der Schutz vor Extremwetterereignissen, die Anpassung von Siedlungen und Infrastrukturen, der vorsorgende Umgang mit Wasserressourcen sowie die Sicherung von Ökosystemen. 

Maßnahmen zur Klimaanpassung tragen dazu bei, die Lebensqualität langfristig zu sichern, wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und die Funktionsfähigkeit von Natur- und Kulturlandschaften zu erhalten. Durch vorausschauende Planung, den Schutz natürlicher Rückhalteflächen, die Anpassung von Bauweisen und die Stärkung natürlicher Ökosysteme kann der Landkreis seine Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels erhöhen und sich nachhaltig auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.


Hitzetipps

  • Ernährung

    Leichte Kost: Obst und Gemüse sind leicht verdaulich und enthalten viel Wasser
    Mineralwasser, verdünnte Säfte und Kräuter- oder Früchtetee sind gute Durstlöscher. Aber Achtung nicht Eiskalt genießen, da diese den Kreislauf belasten
    Besser vermeiden: Alkohol- oder koffeinhaltige Getränke, da diese den Kreislauf zusätzlich belasten.

  • Kühlung

    Kühlen Sie Ihren Körper: Am besten mit kalten Fußbädern, Sprühflaschen (regelmäßig reinigen), Kalte Wickel auf Nacken oder Unterarme
    Lauwarm Duschen! Kalte Duschen erschweren dem Körper die Wärmeabgabe.
    Richtig lüften und Hitze aussperren: Fenster und Türen tagsüber geschlossen halten. Gelüftet wird am besten abends, nachts oder früh morgens. Besonders wirksam ist nachts querzulüften.
    Räume kühl halten: Ventilatoren verbrauchen wenig Strom und bewegen die Luft im Raum.
    Wärmequellen reduzieren: z.B. Fernseher, Computer, Drucker erzeugen zusätzlich Wärme. Am besten diese komplett ausschallten. Senkt die Raumtemperatur und spart gleichzeitig Strom.

  • Unterwegs

    Die heißesten Phasen meiden: Aktivitäten, wie einkaufen oder Sport, wenn möglich auf den morgen oder spät abends verschieben.
    Körper schützen: luftige und helle Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme 
    ACHTUNG: Auf keine Fall Mensch oder Tier alleine im Auto lassen. Die Temperaturen steigen dort schnell über Außentemperatur-Niveau. Es besteht Lebensgefahr!

  • Gesundheit 

    Medikamente: Viele Medikamente verlieren bei Hitze ihre Wirksamkeit
    Hitzeschutz ist Gemeinschaftssache: Schützen Sie Ihre Mitmenschen
    Rufen Sie den Notruf 112 bei:
    Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Körpertemperatur >39°C oder Verwirrtheit.

KARE - Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene

Das Projekt KARE untersucht wie sich Klimaänderungen lokal auswirken und welche Folgen für die Kommunen des Bayerischen Oberlandes insbesondere im Hinblick auf Starkregenereignisse, Hitze und Trockenheit damit verbunden sind. Ziel des Projektes ist es, die Städte und Gemeinden des Oberlandes für die Folgen des Klimawandels zu sensibilisieren und gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft praxisrelevante Instrumente für das kommunale Starkniederschlags-Risikomanagement zu entwickeln und zu testen. Wissenschaft und Praxis arbeiten bei KARE eng zusammen.

Logo RegiKlimDas Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und ist eingebettet in die bundesweite Forschungsinitiative RegIKlim (Regionale Informationen zum Klimahandeln).

KARE