Wildfluss Isar - wichtige Informationen

Aktuelle Hinweise für das Befahren der Isar - Regeln an und auf der Isar (Bootfahrverordnung) - Aufgaben der Isar-Ranger - Ansprechpartner

Die Isar ist die Lebensader des Landkreises Bad Tölzes und schlängelt sich von Süden über den Sylvensteinsee bis an die nördliche Landkreisgrenze unterhalb von Schäftlarn.

Sie steht unter besonderem Schutz und fließt durch Landschaftsschutzgebiete bzw. Naturschschutzgebiete. In diesen Schutzgebieten wie auch auf der Isar selbst gelten Regeln, Ge- und auch Verbote. Bitte lesen Sie sich diese aufmerksam durch und halten Sie sich daran, zum Schutz der Isar.

 

Teilweises Bootfahrverbot auf der Isar!

Das Befahren der Isar ist zwischen dem Ortsteil Einöd (Gemeinde Egling – vor der Tattenkofener Brücke) und der Marienbrücke (Stadt Wolfratshausen) aufgrund einer Gefahrenlage in diesem Bereich bis auf Weiteres verboten.
Grund dafür sind die durch das Hochwasser zerstörte und beschädigte Kabelleitungen bei Ascholding, bei der sich vermutlich auch unter der Wasserlinie frei schwimmende Rohrleitungen und Gegenstände im Abschlussbereich der Isar befinden. Bis zur Behebung dieser Situation ist das Befahren der Isar mit Booten aller Art (Schlauchboote, Kanus, Kajaks, Schlauchkanadier etc.) in diesem Bereich nicht erlaubt. Sobald eine vollständige Beseitigung der Gefahrenlage erfolgen konnte, wird das Bootfahrverbot aufgehoben werden.
Das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen hat hierzu eine Allgemeinverfügung erlassen. Wenn das Verbot wieder aufgehoben werden kann, wird dies an dieser Stelle bekanntgegeben.
In den übrigen Bereichen ist eine Befahrung der Isar entsprechend der Gemeingebrauchsverordnung vom 18. April 2019 weiterhin möglich.

 

Das Landratsamt rät von Bootsfahrten auf der Isar weiter ab!

Aktuell befinden sich im Wildfluss große Mengen an Treibholz, Wurzelstöcken und teilweise quer liegende Bäume. Die Isar darf immer nur angepasst, vorausschauend, mit geeigneter Ausrüstung sowie unter Beachtung der geltenden Gemeingebrauchsverordnung befahren werden. Die Nutzung der Isar erfolgt auf eigene Verantwortung.

Auch auf der Loisach gilt erhöhte Vorsicht.

 

Elf Isar-Ranger werben um Rücksichtnahme

Unsere elf Isar-Ranger im Landkreis sind täglich an der Isar unterwegs, informieren die Erholungssuchenden über die Tierwelt, Flora und Fauna an der Isar und haben ein wachsames Auge auf das Geschehen entlang des Flusses.

Bei Zuwiderhandlungen dürfen sie die Personalien aufnehmen, damit die Verstöße vom Landratsamt weiter verfolgt werden können. Auch die Polizei kann hinzugezogen werden.

Die Isar-Ranger haben vielfältige Aufgaben: Sie beseitigen Müll und Feuerstellen, halten Wege instand, verrichten Mäharbeiten, um den Lebensraum bedrohter Tierarten wie der Gefleckten Schnarrschrecke zu sichern. Sie sorgen auch für Info-Tafeln und die Beschilderung der Schutzgebiete. Darüber hinaus sind die Ranger wichtige Kontaktpersonen für Naturschutzvereinigungen und Polizei. Mit Exkursionen für Schulklassen und andere interessierte Bürger leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Umweltpädagogik. Gespräche mit Erholungssuchenden sind unverzichtbar in der Öffentlichkeitsarbeit. Und ganz wichtig: Die Isar-Ranger achten darauf, dass die Bestimmungen der Schutzgebiete eingehalten werden. Die Isar und ihre Auen sind im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen als Landschafts- bzw. Naturschutzgebiet ausgewiesen und unterliegen somit den jeweiligen Verordnungen. Dabei soll die Vielfalt und Schönheit des Landschaftsbildes erhalten und die Pflanzen- und Tierwelt geschützt werden, es geht aber auch um den Erhalt als Erholungsgebiet für die Bürger.

 

Zentrale Regelungen aus den Verordnungen

Unter anderem gilt ein zeitliches Betretungsverbot für Kiesinseln. Einige Bereiche sind als Vogelbrutplatz mit Schildern gekennzeichnet und somit von März bis Juli für Besucher gesperrt. Die sogenannten Kiesbrüter – zum Beispiel der vom Aussterben bedrohte Flussregenpfeifer – legen ihre Eier mitten auf Kiesbänke. Mit einem unbedachten Schritt auf so ein kaum sichtbares Ei könnte der Nachwuchs eines Jahres verloren gehen.

Auch offenes Feuer ist nicht erlaubt (auch Grillen). Zu groß ist die Gefahr von Waldbränden. In Bayern herrscht bei weniger als 100 Metern Abstand zum nächsten Wald ein generelles Verbot für offenes Feuer. Die Ufer der Isar grenzen an vielen Stellen aber unmittelbar an Waldgebiete an. Zudem beeinträchtigen verlassene Feuerstellen und Müll die Natur.

Ebenso verboten ist das Campen in den geschützten Gebieten. Vor allem die zurückgelassenen Abfälle bereiten hier zu Probleme. Die hier lebenden Tiere werden ohnehin tagsüber durch die zahlreichen Besucher gestört. Umso wichtiger ist es deshalb, dass ihnen zumindest nachts ein ungestörter Lebensraum zur Verfügung steht.
Verstöße werden der unteren Naturschutzbehörde gemeldet, wo Bußgeldverfahren eingeleitet werden.

 

Diese Saison sind erstmals elf Isar-Ranger im Einsatz:

Nördlich von Bad Tölz drehen Bernhard März, Sebastian Thalhammer, Fränze Stein, Gregor Baumert und Axel Kelm ihre Runden. Axel Kelm ist bereits seit dem letzten Jahr gemeinsam mit Alfred Matuschek im Rahmen des Interreg-Projekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – Für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ als Isar-Ranger unterwegs.

Südlich von Bad Tölz sind Kaspar Fischer, Stefan Goller, Magdalena Bammer, Sabine Gerg und Hans Adelwarth unterwegs.

 

Kontakt:

Zu den Isar-Rangern kann über die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Bad TölzWolfratshausen unter Tel. 08041 505-325 Kontakt aufgenommen werden.

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