Informationen zum neuartigen Coronavirus (2019-nCoV)

Information zum Coronavirus

Das Coronavirus ist nun seit ein paar Tagen zurück in Deutschland. Das Gesundheitsamt Bad Tölz-Wolfratshausen ist beständig in Kontakt mit dem Gesundheitsministerium, der integrierte Leitstelle, niedergelassenen Ärzten aber auch mit den Gemeinden. Ein konkreter Verdachtsfall lag bislang nicht vor. Ein Test bei einer Kontaktperson wurde jedoch durchgeführt, das Ergebnis war sowohl beim ersten als auch zweiten Abstrich negativ.

„Die Lage ist momentan ruhig, aber wir verfolgen die Entwicklungen natürlich wachsam und treffen Vorbereitungen für den Fall des Falles“ – Dr. Stephan Gebrande, Leiter des Gesundheitsamtes, beantwortet momentan unzählige Fragen am Telefon, informiert die Schulen und Gemeinden, aber auch die Ärzteschaft  über das aktuelle Vorgehen und beruhigt vor allem.

Viele machen sich Sorgen, da die Ferien nun zu Ende gehen und am Montag die Schule wieder beginnt. Das Gesundheitsamt steht im Austausch mit den Gemeinden, mit dem Schulamt und auch direkt mit den Schulen. Dr. Stephan Gebrande weist darauf hin: „Nur für den Fall, dass eine Person innerhalb der letzten 14 Tage aus einem Risikogebiet eingereist ist, macht es Sinn Maßnahmen zu ergreifen. Dies heißt, dass umgehend das Gesundheitsamt kontaktiert werden muss, das dann die Gefährdungslage überprüft.“ Sollte das Gesundheitsamt zu dem Schluss kommen, dass eine Gefährdungslage vorliegt, dann kann es z.B. auch dazu kommen, dass Maßnahmen wie z.B. die Schließung einzelner Klassen ergriffen werden. „Aber: Das ist die Ultima Ratio“, so Dr. Gebrande.

Maßnahmen, Empfehlungen und Informationen

1. Was sollten Reiserückkehrer beachten?

- Reiserückkehrer aus Risikogebieten rät das Gesundheitsamt zu allgemeiner Wachsamkeit.

- Insbesondere Reisende, die mit einer an COVID-19 (Coronavirus) erkrankten Personen persönlichen Kontakt hatten, sollten sich umgehend an das Gesundheitsamt wenden auch wenn sie keine Krankheitszeichen aufweisen. Das Gesundheitsamt ist unter Tel. 08041 505-483 zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. Mit den Personen wird dann das weitere Vorgehen besprochen.

- Einreisende aus den Risikogebieten sollen für 14 Tagen nach ihrer Rückkehr unnötige Kontakte zu anderen Personen meiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Die aktuellen Risikogebiete können der Homepage des RKI entnommen werden. Bei Auftreten von akuten Erkältungssymptomen jeder Schwere, sollen sie sich ebenfalls umgehend an das Gesundheitsamt oder die entsprechende Rufbereitschaft über die integrierte Leitstelle unter 112 wenden.

- Zudem  sollen sie – und darauf wird besonders hingewiesen – telefonisch Kontakt mit einer Arztpraxis aufnehmen, ihre Symptome schildern und auf ihre Reise hinweisen. Mit der telefonischen Erstkontaktaufnahme soll vermieden werden, dass es in der Praxis zu weiteren Infektionen kommt. 

 

2. Was sind typische Symtome?

- Typische Symptome, die sich grundlegend von anderen Erkältungskrankheiten unterscheiden, gibt es nicht. Auch das Corona Virus äußert sich in erster Linie in Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber, einige Betroffenen leiden auch an Durchfall.

- Wer sich nicht in einem der Risikogebieten aufgehalten hat, kann sich bei Symptomen ganz normal an den Hausarzt wenden und muss sich nicht am Gesundheitsamt melden.

 

3. Welche Maßnahmen schützen vor einer Ansteckung?

Dr. Stephan Gebrande weist darauf hin, dass beim Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus dieselben Maßnahmen beachtet werden sollten, wie auch bei der Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen.

-  Man spricht dabei von der „Husten-und Nies- Etikette“. Stephan Gebrande, Leiter des Gesundheitsamtes erklärt dies so: „Halten Sie die Armbeuge vor Mund oder Nase oder benützen Sie ein Taschentuch, das Sie sofort entsorgen, halten Sie dabei Abstand zu anderen und drehen sich weg.

- Zweiter Punkt ist eine gute Händehygiene, sagt Dr. Stephan Gebrande: „Damit wiederum schützen Sie sich und andere, d.h. waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife, dabei vor allen Dingen nicht die Handrücken, die Fingerzwischenräume, die Außenseite der Finger und die Nägel vergessen.“

- Und er hat noch einen Hinweis: „Vermeiden Sie zum Eigenschutz das Berühren von Augen, Mund und Nase und halten Sie zu Erkrankten mindestens einen Abstand von 1 bis 2 Metern.“

- Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes macht nur für Erkrankte Sinn, da sie damit eine Übertragung von Viren jeder Art vermeiden. Hingegen gibt es keine hinreichenden Beweise dafür, dass das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, deutlich verringert.

 

4. Weitere Informationen zum Virus und der aktuellen Entwicklung:

- Das Bayerische Gesundheitsministeriums informiert hier zu den aktuellen Entwicklungen in Bayern: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Hier finden Bürgerinnen und Bürger auch eine Hotline zum Amt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit: 09131 6808-5101

- Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

- Viele Details, Risikogebiete, Abläufe etc. finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.

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