Über die eigene Schule hinausgehende Aufgaben

Schülervertretung auf Landkreisebene / Schülermitverantwortung

Zusammenarbeit und Wahlen auf Landkreis- bzw. Bezirksebene
 
Die Schülervertretungen mehrerer Schulen können gemeinsame Veranstaltungen durchführen oder auf andere Weise zusammenarbeiten.
 
Die Schülersprecher der Mittelschulen  jedes Landkreises wählen spätestens drei Wochen nach der Wahl der Schülersprecher aus ihrer Mitte für den jeweiligen Landkreis je einen Landkreisschülersprecher und jeweils einen Stellvertreter. Die Landkreisschülersprecher in einem Regierungsbezirk wählen spätestens drei Wochen nach der Wahl der Landkreisschülersprecher aus ihrer Mitte einen Bezirksschülersprecher und einen Stellvertreter.
Die Amtszeit der Landkreisschülersprecher sowie der Bezirksschülersprecher und ihrer Stellvertreter beträgt jeweils ein Jahr.
 
Für den Erfahrungsaustausch und die Erörterung von Wünschen und Anregungen richten die Staatlichen Schulämter jeden Landkreis, die Regierungen für jeden Regierungsbezirk jeweils Aussprachetagungen für die jeweiligen Schülersprecher ein. Für die Aussprachetagungen stehen insgesamt vier Unterrichtstage zur Verfügung. Im Rahmen dieser Tagungen werden die Landkreisschülersprecher sowie Bezirksschülersprecher gewählt.
 
Die Landkreisschülersprecher sowie der Bezirksschülersprecher haben insbesondere folgende Aufgaben:
Übernahme des Vorsitzes bei Aussprachetagungen (unbeschadet der Gesamtleitung durch das Staatliche Schulamt bzw. die Regierung),
Weitergabe von Informationen an die Schülersprecher der Stadt, des Landkreises oder des Bezirks (mit Zustimmung des Staatlichen Schulamts bzw. der Regierung).

 

Schülersprecher im Schuljahr 2020/2021

Am 07.10.2020 fand die Wahl des Schülersprechers und seines Stellvertreters für das Schuljahr 2020/2021 auf Schulamtsebene in einer Onlineveranstaltung statt. Pandemiebedingt konnten die Stimmzettel bis 15.10.2020 abgegeben werden.

Die Wahl fiel auf  Manuela Ioana Paleu von der Mittelschule Geretsried und deren Stellvertreterin Chiara Krönert von der Mittelschule Benediktbeuern, die sich beide überzeugend vorgestellt hatten. Das Staatliche Schulamt gratuliert herzlich und wünscht für ihre verantwortungsvolle Aufgabe alles Gute!

 

Aufgaben der Schülermitverantwortung

1.1
Art. 62 (1) BayEUG Zweck
Mitgestaltung des Lebens und des Unterrichts der Schule; dem Alter und der Verantwortungsfähigkeit der Schüler entsprechend; mit Unterstützung von Schulleitung, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten
 
1.2
Aufgaben
Vorbereitung und Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen (Gemeinschaftsaufgaben z. B.: Einrichtung kultureller, sportlicher, musischer Arbeitsgruppen und Arbeitsgruppen für politische Bildung; Übernahme schulinterner Sozialaufgaben; Mitwirkung und Planung bei Schulfesten, Schulfahrten, Wanderungen, Sportveranstaltungen, Schullandheimaufenthalten, Skilagern, Theaterbesuchen, Schülerbüchereien; jedoch nur „offene" Arbeitsgruppen ohne einseitige politische oder weltanschauliche Ziele)
Übernahme von Ordnungsaufgaben (in der Hauptschule wegen der Haftung mit Vorsicht und Zurückhaltung einzusetzen!)
Wahrnehmung schulischer Interessen der Schüler und Mithilfe bei der Lösung von Konfliktfällen
 
1.3
Art. 62 (1) BayEUG  Rechte
Informationsrecht
Informationen über alle Angelegenheiten, welche die Schülervertretung betreffen, durch die Schule
Anhörungs - und Vorschlagsrecht
Wünsche und Anregungen der Schüler an Lehrkräfte, Schulleitung und Elternbeirat übermitteln
Vermittlungsrecht
Hilfe und Vermittlung für einen betroffenen Schüler auf Antrag, wenn dieser glaubt, es sei ihm Unrecht geschehen
Beschwerderecht
Beschwerden allgemeiner Art bei Lehrkräften, bei Schulleitung und im Schulforum vorbringen
Mitwirkungsrecht
bei Aufstellung und Durchführung der Hausordnung, bei Organisation und Betreuung besonderer Veranstaltungen; im Schulforum mitwirken
Anregungsrecht
zur Gestaltung von Kursen und Schulveranstaltungen und im Rahmen der Lehrpläne, zum Unterricht Anregungen geben und Vorschläge unterbreiten
 Veranstaltungen der SMV
unterliegen der Aufsicht der Schule und sind vorher der Schulleitung unter Angabe des Zwecks, der Beteiligten und der Leitung anzuzeigen; Räume sind von der Schule zur Verfügung zu stellen.
Bei Verpflichtungen rechtsgeschäftlicher Art braucht der Schüler die schriftliche Vollmacht der Schulleitung oder einer von dieser beauftragten Lehrkraft.
Veröffentlichungen der SMV:
Eine Anschlagtafel für SMV-Mitteilungen an der Schule wird empfohlen;Veröffentlichungen müssen aber Art. 63 (3) BayEUG entsprechen (Gesetzestreue, Verfassungstreue, keine Diskriminierungen) und bedürfen der Genehmigung der Schulleitung; sie dürfen im Rahmen der Schülermitverantwortung an die Schüler nur vom Schülerausschuss erfolge
 
2.Art. 62 (2) BayEUG Einrichtungen der SMV
2.1: Klassensprecher
§ 11 (1) VSO Wahl
§§ 5 (1,2) VSO-F Ab 5. Jgst. wählt jede Klasse aus ihrer Mitte den Klassensprecher und seinen Stellvertreter innerhalb von 4 Wochen nach Unterrichtsbeginn jeweils für ein Schuljahr.
Über das Verfahren der Wahl und die Zahl von Klassensprechern entscheidet der Schülerausschuss im Einvernehmen mit der Schulleitung
Wahlleiter ist der Klassenleiter.
Neuwahl
wenn ein Klassensprecher oder Stellvertreter ausscheidet,
Ausscheiden
bei Verlust der Wählbarkeitsvoraussetzungen,
bei schriftlichem Verlangen seiner Erziehungsberechtigten,
bei Rücktritt
 
2.2 Klassensprecherversammlung
Mitglieder der Klassensprecherversammlung sind
die Klassensprecher,
ihre Stellvertreter,
die drei Schülersprecher.
 
Art. 62 (5) BayEUG Aufgaben der Klassensprecherversammlung sind:
Wahl des 1., 2. und 3. Schülersprechers
Behandlung von Fragen, die über den Kreis einer Klasse hinaus für die gesamte Schülerschaft von Interesse sind
Art. 62 (6) BayEUG Wahl einer Verbindungslehrkraft
 
 
Die Klassensprecherversammlung tritt bei Bedarf zusammen. Der Antrag ist rechtzeitig unter Beifügung der Tagesordnung vom Schülersprecher bei der Schulleitung zu stellen.
Die Schulleitung gibt auf Antrag den Mitgliedern der Klassensprecherversammlung in der Regel einmal im Monat Gelegenheit, auch während der Unterrichtszeit zu einer Besprechung zusammenkommen.
Die Veranstaltungen unterliegen der Aufsicht der Schule.
 
2.3
Schülersprecher
 
Wahl :
– Jeweils für ein Schuljahr zwei Wochen nach der Wahl der Klassensprecher
– Über das Wahlverfahren entscheidet der Schülerausschuss im Einvernehmen mit
   der Schulleitung.
 Die Schülersprecher führen die Geschäfte bis zur Wahl der neuen Schülersprecher.
– Scheidet ein Schülersprecher aus, so findet für den Rest des Schuljahres eine
   Neuwahl statt.
 
2.4 Schülerausschuss
– Die Mitglieder des Schülerausschusses sind die drei Schülersprecher, die auch 
   gleichzeitig Mitglieder des Schulforums sind.
– Der Schülerausschuss ist ausführendes Organ der Klassensprecherversammlung   und kann im Rahmen der Aufgaben der SMV und der Beschlüsse der Klassensprecherversammlung der Schulleitung, der Lehrerkonferenz, dem Elternbeirat, dem Schulforum und einzelnen Lehrkräften Wünsche und Anregungen vortragen.
–  Der Schülerausschuss kann sich eine Geschäftsordnung geben, die eine Genehmigung der Schulleitung voraussetzt und die in der Schule bekannt gegeben werden muss.
Der Schülerausschuss
 entscheidet im Einvernehmen mit der Schulleitung über das Wahlverfahren für die Wahl zum Klassensprecher
 führt nach Bedarf Klassensprecherversammlungen durch; Antragstellung bei der Schulleitung
 entscheidet im Einvernehmen mit der Schulleitung über das Wahlverfahren für die Wahl der Schülersprecher
entscheidet im Einvernehmen mit der Schulleitung über das Wahlverfahren für die Wahl der Verbindungslehrkräfte