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Sittichzuchtgenehmigung - Psittakose

Sachgebiet 71 "Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz, Futtermittelkontrolle" 

Die für Sie zuständigen Ansprechpartner finden Sie hier.

 

Psittakose ist eine Infektionserkrankung der Papageien und Sittiche (Psittaciden).

Die Tiere zeigen Durchfall, Krankheitssymptome der oberen Luftwege, werden schwach und verenden. Infizierte Tiere können auch zu sogenannten Daueraus-

scheidern werden, d. h. sie erkranken nicht, scheiden jedoch die Psittakose-Erreger kontinuierlich über den Kot aus.

Der erregerhaltige Kot ist Ansteckungsquelle für den Menschen. Die Psittakose des Menschen ist schwerwiegend und betrifft die Lunge und den Verdauungsapparat, u. U. auch das Herz. Mit Psittakose infizierte Menschen können lebenslang an den Folgen einer Ansteckung leiden.

Neben den Psittaciden sind auch andere Vogelarten z. B. Tauben, aber auch Wildvögel Infektionsträger.

Wer Papageien und Sittiche halten will, um zu züchten oder zu handeln, bedarf nach dem Tierseuchengesetz einer Erlaubnis des Landratsamtes. Die Erlaubnis kann nur erteilt werden, wenn die für die Tätigkeit verantwortliche Person die erforderliche Zuverlässigkeit und Sachkunde besitzt, sowie für die Bekämpfung der Seuche ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung hat.

Die PsittakoseV schreibt vor, dass die Tiere mit nummerierten Fußringen zu kennzeichnen sind, die vom Zentralverband Zoologischer Fachgeschäft Deutschland

e. V., Frankfurt a. Main, oder vom Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz, Hambrücke, zur Verfügung gestellt werden. Der Erwerb von Fußringen setzt eine Erlaubnis des Landratsamtes voraus.

Über die Aufnahme, den Erwerb und die Abgabe von Papageien und Sittichen, sowie über tiermedizinische Behandlungen und den Tod von Tieren hat der Verantwortliche Aufzeichnungen zu machen. Dazu dienen Bücher, deren Konzeption gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie müssen u. a. mit Seitenzahlen versehen sein. Eintragungen sind unverzüglich mit Tintenstift oder Kugelschreiber zu machen. Die Bücher können im Zoohandel erworben werden.

Auf Antrag prüft das Veterinäramt Räumlichkeiten und Kenntnisstand des Züchters oder Händlers als Voraussetzung für den Erwerb der Erlaubnis.

Einmal pro Jahr werden die Psittakosebücher vom Veterinäramt kontrolliert.

 

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