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Zeckenbisse vermeiden

Sachgebiet 6 „Humanmedizin"

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Dr. Stephan Gebrande
Leiter Abteilung 6

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Dr. Petra von Jagemann
Sachgebietsleiterin

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Zeckenbisse sind nicht nur lästig, sie können zwischen April und Oktober zwei verschiedene Erkrankungen übertragen. Die Frühsommer—Meningoenzephalitis  (FMSE) und die Lyme – Borreliose.

 

FSME

Die Frühsommer – Meningoenzephalitis ist eine Virusinfektion, die Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks mit z. T. schweren Verläufen verursacht. Für diese ernstzunehmende Erkrankung gibt es bislang keine Therapie.

In Deutschland gelten weite Teile von Bayern und Baden – Württemberg als Herdgebiete mit hohen FSME - Fallzahlen. Weitere Länder mit FSME - Vorkommen sind Österreich, Litauen , Kroatien, Slowenien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei.

Eine eher untergeordnete Bedeutung hat FSME in Finnland, im Elsass, Italien, Griechenland sowie in Nord- und Mitteldeutschland einschließlich der neuen Bundesländer.

Die Erkrankungszahl in Polen und Russland ist vermutlich hoch. Im Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen kommen FSME – Virusinfizierte Zecken bis heute nicht vor.

 

Impfung gegen FSME

Die Impfung gegen FSME besteht aus drei Teilimpfungen; die ersten beiden Impfungen erfolgen im Abstand von 2-12 Wochen, die dritte Teilimpfung erfolgt 9-12 Monate später. Die Impfung ist gut verträglich und vermittelt einen sicheren Schutz vor einer FSME – Infektion über 3-5 Jahre

 

Borreliose

Anders verhält es sich mit dem Erreger der Lyme - Borreliose. Diese Bakterien, die erst 1982 entdeckt worden sind, werden relativ häufig durch Zeckenbisse übertragen. Etwa 2 % der Zeckenbisse führen zur Infektion, jedoch nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung. Im Gegensatz zur FSME kann man sich gegen den Erreger der Lyme – Borreliose nicht impfen lassen. Diese Infektion, die manchmal auch ganz ohne Symptome verläuft, kann zur Hautrötung an der Bissstelle, Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden, Nervenstörungen und auch Gehirnhautentzündung führen.

Menschen, die von Zecken gebissen worden sind, sollten in der Folgezeit ihren Körper über 4 Wochen genau beobachten und beim Auftreten von unerwarteten Krankheits-symptomen, z.B. zunehmende Rötung (Wanderröte) um die Bissstelle, ihren Hausarzt aufsuchen und diesen auf die Möglichkeit einer Ansteckung durch den Zeckenstich hinweisen.

 

Da der Zeitpunkt der Übertragung des Borreliose – Erregers meist erst mehrere Stunden bis Tage nach dem Festsaugen liegt, ist anzuraten, die Zecke möglichst frühzeitig zu entfernen, Die Zecke sollte mit einer Pinzette aus der Haut herausgedreht werden, ohne hierbei den Leib der Zecke zu quetschen. Falls eine Pinzette nicht sofort verfügbar ist, sollte das Tier sofort mit den Fingernägeln entfernt werden. Die Stelle des Zeckenstichs kann mit desinfizierenden Mitteln behandelt werden.

 

Die Zecken – meist der gemeine Holzbock – finden sich in feuchten Gebieten. Sie sitzen an Gräsern und niedrigem Gebüsch bis zu einer Höhe von ca. 1 m bis maximal 1,5 m und warten, dass vorbeikommende Wildtiere, Haustiere und Menschen sie streifen, damit sie sich festklammern können

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