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Tipps zum Schutz vor einer Erkrankung durch den kleinen Fuchsbandwurm

Sachgebiet 6 „Humanmedizin"

Anmeldung unter

Zi.-Nr. 1.177 / EG
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g-amt@lra-toelz.de

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E-Mail

Dr. Stephan Gebrande
Leiter Abteilung 6

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Sachgebietsleiterin

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Der kleine Fuchsbandwurm oder Echinococcus multilocularis ist ein Parasit, der vorwiegend beim Fuchs, aber auch bei Hunden und Katzen vorkommt. Man kann davon ausgehen, dass ca. 30 % der Füchse in Bayern vom kleinen Fuchsbandwurm befallen sind, wobei die Befallrate regional schwanken kann.

 

Die Eier des kleinen Fuchsbandwurms werden über den Kot ausgeschieden und können von Zwischenwirten aufgenommen werden. Als Zwischenwirte kommen in erster Linie kleine Nager (z.B. Mäuse) in Frage. In den Zwischenwirten kommt es zu Leberveränderungen. In seltenen Fällen kann auch der Mensch als „Fehl-Zwischenwirt“ erkranken. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erkranken offensichtlich nur ganz wenige der infizierten Menschen. Allerdings handelt es sich bei der „alveolären Echinococcose“ um eine ernstzunehmende Krankheit. Bei frühzeitiger Diagnose ist eine Heilung aber möglich.

 

Der Mensch kann sich durch Aufnahme von Wurmeiern infizieren.

 

Als Infektionswege können in Betracht kommen:

     

  • Direkter Kontakt mit infizierten Tieren, z.B. beim Abbalgen eines Fuchses durch den Jäger.
  • Kontakt mit Hunden und Katzen, die sich durch Fressen von befallenen Zwischenwirten (z.B. Mäusen) infiziert haben.
  • Verzehr von niedrig hängenden Waldfrüchten, wie Heidelbeeren oder Schwammerl, die mit Fuchskot bzw. Bandwurmeiern verunreinigt sind. Allerdings sind auf diesem Wege zustande gekommene Erkrankungsfälle bisher noch nie nachgewiesen worden.

 

Zum Schutz einer Infektion des Menschen werden deshalb folgende Vorsichts-Maßnahmen empfohlen:

     

  • Vorsorglicher Verzicht auf den Verzehr roher Waldfrüchte. Beeren und Schwammerl sollten nur nach Erhitzen auf über 60° C genossen werden. Ein Einfrieren bei minus 20° C führt nicht zur Abtötung der Bandwurmeier.
  • Jäger sollten beim Abbalgen von Füchsen in jedem Fall bestimmte Vorsichtsmaßregeln, wie Anfeuchten des Felles, Abbalgen mit Handschuhen und Mundschutz, beachten. Sind im Kot insbesondere der Katze weiße, fliegeneiergroße Stippchen sichtbar, sollte sofort auf Echinococcose untersucht werden. 
  • Hunde und Katzen sollten regelmäßig mit einem spezifischen gegen den kleinen Fuchsbandwurm wirksamen Mittel entwurmt werden. Diese Entwurmung ist regelmäßig in drei- bis vierwöchentlichem Abstand zu wiederholen. Die Mittel zur Entwurmung sind beim praktizierenden Tierarzt erhältlich.
  • Hunde und Katzen möglichst nicht frei laufen lassen, um die Gefahr der Aufnahme von Wurmeiern zu reduzieren.
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