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Wundstarrkrampf - Tetanus

Die entsprechenden Ansprechpartner finden Sie hier...

 

Die Erreger des Wundstarrkrampfes kommen bei uns überall vor, besonders im Straßenstaub und in der Gartenerde. Bei allen offenen oder die Haut durchdringenden Verletzungen (auch wenn sie nicht so geringfügig sind) können diese Erreger in die Wunde eingedrungen sein und sich hier unter besonderen Bedingungen vermehren. Sie bilden ein Nervengift, welches dann die schweren Krankheitserscheinungen (äußerst schmerzhafte Muskelkrämpfe) auslöst. Trotz aller modernen Behandlungsmöglichkeiten führt die ausgebrochene krankheit in sehr vielen Fällen zum Tod durch Ersticken. Besonders gefährlich sind kleine, alltägliche Bagadellverletzungen wie Schürfwunden oder Holzsplitter- und Dornenverletzungen, die man sich bei Gartenarbeiten oder auch beim Barfußlaufen zuziehen kann, da niemand wegen solch harmloser Verletzung den Arzt aufsucht und evtl. notwendige Impfungen so unterbleiben. Spätestens sobald die Säuglinge ins Krabbelalter kommen und somit Verletzungsgefahren ausgesetzt sind, sollte mit den Impfungen begonnen sein. Bei Erwachsenen muss der Impfschutz alle 10 Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. In Abhängigkeit von Art und Schwere der Verletzung kann auch bei vollständigem Grundschutz und regelmäßigen Auffrischimpfungen eine zusätzliche Auffrischimpfung erforderlich sein.

Darüber muss der Arzt entscheiden.

Auffrischimpfungen werden zweckmäßigerweise mit einer Diphtherie-Auffrischimpfung mit verminderter Dosis (d) kombiniert.

 

Impfung für Grundschutz bei Säuglingen und Kleinkindern möglichst als Mehrfachimpfung (gegen Diphterie-Pertussis, (Keuchhusten) – Tetanus – Haemophilus influenzae Typ b (HIB) – und Kinderlähmung).

 

Wer soll sich impfen lassen ? Impfschutz für jedermann notwendig, da Infektions-gefahr bereits bei geringster Hautverletzung.

 

Zeitpunkt der Impfung: Im Säuglingsalter ab 3. Lebensmonat. Dreimalige Impfung im Abstand von 4 Wochen; 4. Impfung im 2. Lebensjahr (Abschluss der Grundimmuni-sierung).

Eine 1. Auffrischimpfung soll ab dem 6. Lebensjahr erfolgen, zweckmäßigerweise als Kombinationsimpfung gegen Diphtherie-Thetanus mit Td-Impfstoff (d= Diphtherieimstoff für Erwachsene mit reduzierter Dosis).

2. Auffrischimpfung im 11. bis 15. Lebensjahr mit Td-Impfstoff. Der Abstand zur 1. Auffrischimpfung sollte nicht kürzer als 5 Jahre sein.

Falls keine Verletzung vorliegt, weitere Auffrischimpfungen, möglichst mit Td-Impfstoff, im Abstand von 10 Jahren

Für alle Erwachsenen wird von der ständigen Impfkomission (STIKO) empfohlen, die nächste Tetanus / Diphterie-Impfung als Kombinationsimpfung mit der Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) durchzuführen

 

Impfreaktion:

Tetanus-/Diphtherie-Impfstoff:

Sehr gute Verträglichkeit. Selten Rötung, Schwellung und leichte Schmerzen an der Impfstelle. Noch seltener Allgemeinreaktionen (z.B. Fieber).

 

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