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Herpes simplex

Die entsprechenden Ansprechpartner finden Sie hier...

 

Das Herpes simplex - Virus Typ 1 verursacht meist bei Kleinkindern im Alter von 1-4 Jahren im Mund-/Rachenraum schmerzhafte Bläschen (Stomatitis aphthosa), die aufplatzen, evtl. begleitend von Fieber und lokaler Lymphknotenentzündung.

 

Das Herpes simplex - Virus Typ 2 kann lebensbedrohliche Erkrankungen des Neugeborenen und schmerzhafte Bläschen an den Geschlechtsorganen (z.B. Vulvovaginitis herpetica, Bläschen an der Glans penis) verursachen.

 

Das Herpes simplex - Virus kann nach der Erstinfektion im regionalen Nervengewebe ohne Krankheitserscheinungen verbleiben (latente Infektion).

 

1/3 aller Menschen leidet an immer wieder auftretenden von Herpes simplex Virus verursachten schmerzhaften Bläschen im Mund und Genitalbereich. Die Bläschen verschorfen nach einigen Tagen und heilen ohne Narben ab.

Auslösende Ursachen für eine endogene Reaktivierung sind z.B. Infektionen, Fieber („Fieberbläschen“), Sonnenbestrahlung (Herpes solaris), Verletzungen, hormonelle Veränderungen (z.B. Monatsblutung, Schwangerschaft), Immunschwäche u.a.

 

Übertragungsweise:

Das Herpes simplex - Virus Typ 1 wird oral d.h. durch Tröpfcheninfektion übertragen, das Herpes simplex - Virus 2 kann sexuell und während der Geburt übertragen werden.

 

Die Durchseuchungsrate der Bevölkerung ist hoch. Beim Herpes simplex Virus Typ 1 beginnt die Durchseuchung im Kindesalter. Im Erwachsenenalter sind mehr als 95 % der Bevölkerung infiziert.

 

Die Durchseuchung mit Herpes simplex - Virus Typ 2 beginnt nach der Pubertät. Im Erwachsenenalter sind 10-30 % der Bevölkerung infiziert.

 

Was Mütter mit Säuglingen beachten sollten:

 

Herpes in der Stillzeit:

Da Herpes durch die Muttermilch nicht übertragen wird, kann eine Mutter die bereits vor der Stillzeit Herpesbläschen hatte selbstverständlich weiter Stillen.

Bei frischen Herpes Bläschen muss sie jedoch auf absolute Händehygiene achten und jegliche Übertragung des Sekretes in den Bläschen auf die Haut des Neugeborenen bzw. Säuglings vermeiden, da das Baby u.a. noch keine natürlichen Abwehrstoffe besitzt.

 

 

 

 

 

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