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Infektionskrankheiten

Abteilung 6 "Humanmedizin"

Anmeldung unter

Zi.-Nr. 1.177 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 483
Fax: 08041 / 505 - 132

g-amt@lra-toelz.de

Ihr Ansprechpartner/in

Zi.Nr. / Telefon / Fax

E-Mail

Dr. Stephan Gebrande
Leiter Abteilung 6

Zi.-Nr. 1.176 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 403

stephan.gebrande@lra-toelz.de

Dr. Petra von Jagemann
Sachgebietsleiterin

Zi.-Nr. 1.178 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 482

petra.vonjagemann@lra-toelz.de


 

Neues Infektionsschutzgesetz bringt veränderte Regelungen für Schulen und Kindergärten

 

 

Wenn Kinder nicht zur Schule dürfen

 

 

Das Gesundheitsamt Bad Tölz – Wolfratshausen weist darauf hin, dass Schüler und Kindergartenkinder bei verschiedenen ansteckenden Krankheiten und Infektionen die Einrichtung nicht besuchen dürfen. Das neue Infektionsschutzgesetz, das zum 01. Januar 2001 in Kraft getreten ist, hat die Liste der betroffenen Krankheiten neu gefasst und teilweise auch Erkrankungen bei Familienangehörigen berücksichtigt.

 

Nach den neuen Bestimmungen müssen Kinder, die an einer der folgenden Erkrankungen erkrankt sind bzw. der Verdacht auf eine solche Erkrankung besteht, zu Hause bleiben:

Cholera, Diphtherie, Enteritis (Durchfall) durch enterohämorrhagische E. coli (EHEC), virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (Tropenkrankheit), Hämophilus influenza Typ b-Meningitis, Impetigo contagiosa (ansteckende Borkenflechte), Keuchhusten, ansteckungsfähige Lungentuberkulose, Masern, Meningokokken-Infektion (infektiöse Hirnhautentzündung), Mumps, Paratyphus, Pest (sehr selten), Poliomyelitis(Kinderlähmung), Scabies (Krätze), Scharlach oder sonstige Streptococcus pyogenes-Infektionen, Shigellose (bakt. Ruhr) Typhus abdominalis, Virushepatitis A oder E, Windpocken.

 

Zu Hause bleiben müssen auch zudem Kinder mit Kopflausbefall und Kinder unter sechs Jahren, bei denen ein ansteckender Durchfall oder ein entsprechender Verdacht besteht.

 

Die Mitteilungspflicht der Eltern an Schule bzw. Kindergarten besteht, wenn an sich gesunde Kinder bestimmte gefährliche Krankheitserreger durch Tröpfchen beim Husten oder mit dem Stuhl ausscheiden. Es sind dies: Erreger der Cholera, der Diphtherie, des Typhus, des Paratypus, der bakteriellen Ruhr (Shigellose) und der sogenannten „EHEC-Erreger“. EHEC kann Durchfälle auslösen, gelegentlich aber auch ein sehr schweres Krankheitsbild. Diese Kinder dürfen die Einrichtung nur besuchen, wenn das Gesundheitsamt zugestimmt hat und eventuell verfügte Schutzmaßnahmen beachtet werden.

 

Auch Kinder, in deren Wohngemeinschaft nach ärztlichem Urteil eine Erkrankung oder ein Verdacht auf eine bestimmte Krankheit aufgetreten ist, dürfen die Schule bzw. Kindergarten nicht besuchen. Es handelt sich hier um folgende Erkrankungen:

Cholera, Diphtherie, Enteritis durch enterohämorrhagische E. coli (EHEC), virusbedingtes hämorrhagisches Fieber, Hämophilus influenzae Typ b-Meningitis, Meningokokken-Infektion (infektiöse Hirnhautentzündung), Mumps, Paratyphus, Pest, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Shigellose (bakt. Ruhr), Typus abdominalis, Virushepatitis A oder E.

 

Bei allen diesen Erkrankungen und Infektionen ist es notwendig, dass die Eltern die Schule oder den Kindergarten unverzüglich benachrichtigen. In manchen Fällen können von den obigen Regelungen Ausnahmen gemacht werden, wenn sich durch Vorsichtsmaßnahmen oder z.B. Impfungen eine Weiterverbreitung verhindern lässt. Die Ausnahmen kann jedoch nicht die Einrichtung, sondern nur das Gesundheitsamt zulassen.

 

Dr. Hartmann: Die Einrichtungen melden die Erkrankungsfälle an uns weiter. So ist es möglich, dass die notwendigen Maßnahmen frühzeitig und nach dem derzeitigen Stand des Wissens über die Verbreitung der Erkrankung durchgeführt werden.

 

Durch eine gute Zusammenarbeit von Eltern, Schule, Kindergärten und Gesundheitsamt ist es möglich, die Ausbreitung von Infektionen in Schulen und Kindergärten soweit wie möglich einzudämmen.

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