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Beistandschaften, Pfleg- und Vormundschaften, Unterhaltsansprüche

Sachgebiet 53 "Beistand-, Pfleg- und Vormundschaften"

Zuständigkeit für Beistandschaft, Pflegschaften in Abstammungsverfahren, Beratung Unterhaltsansprüche nach § 18 und nach § 52 a SGB VIII, Negativbescheinigung richtet sich nach Anfangsbuchstaben des Familiennamens des Kindes.

Ihr Ansprechpartner/in

Zi.Nr. / Telefon / Fax

E-Mail

Brigitte Brandhofer

Mittwoch bis Freitag
D - Gm

Zi.-Nr. 1.077 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 562
Fax: 08041 / 505 - 147

brigitte.brandhofer@lra-toelz.de

Regina Demmel
Pi - Tg

Zi.-Nr.1.077 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 451
Fax: 08041 / 505 - 147

regina.j.demmel@lra-toelz.de

 

Stefanie Ertl
Kj - Ph

Zi.-Nr. 1.062 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 442
Fax: 08041 / 505 - 147

stefanie.ertl@lra-toelz.de

Stephan Janning
Gn - Ki

Zi.-Nr. 1.085 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 447
Fax: 08041 / 505 - 147

stephan.janning@lra-toelz.de

Karin Kiefersauer

Mo und Mi, ganztags
Di, Do und Fr, vormittags
A - C, Th - Z

Zi.-Nr. 1.130 / EG
Tel.: 08041 / 505 - 443
Fax: 08041 / 505 - 147

karin.kiefersauer@lra-toelz.de

Beistandschaften für Minderjährige

Auf schriftlichen Antrag des alleinsorgeberechtigten Elternteils oder bei gemeinsamer elterlichen Sorge auf Antrag des Elternteils bei dem das Kind lebt, wird die Beistand-, Pfleg- und Vormundschaft Beistand mit den Aufgaben

  • Vaterschaftsfeststellung 
    Die notwendigen Schritte werden veranlasst, auch die Vertretung des    Kindes vor Gericht in einem Vaterschaftsfeststellungsprozess, wenn die Vaterschaft nicht freiwillig anerkannt wird
  • Geltendmachung der Unterhaltsansprüche des Kindes
    Die Höhe des von dem Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, zu leistenden Unterhalts wird überprüft, und die notwendigen Schritte zur Festlegung dieses Unterhalts in einem sog. vollstreckbaren Titel (z.B. Urkunde, Urteil) durchgeführt. Wird der festgesetzte Unterhalt nicht bezahlt, wird im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, wie Mahnung oder Zwangsvollstreckung, versucht, die Unterhaltsansprüche durchzusetzen. Falls notwendig, erfolgt die Vertretung des Kindes auch vor Gericht.

 

Durch die Beistandschaft wird die elterliche Sorge nicht eingeschränkt. Die Beistandschaft endet, wenn dies schriftlich verlangt wird.

 

Pfleg- und Vormundschaften

Wenn Eltern z.B. wegen Krankheit oder Abwesenheit, die Belange ihre Kindes nicht mehr oder nur noch teilweise wahrnehmen können, oder das Wohl des Kindes durch missbräuchliche Ausübung der elterliche Sorge, wie Vernachlässigung, gefährdet ist, und die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßnahmen zu treffen, wird das zuständige Gericht (im Landkreis das Amtsgericht Wolfratshausen) im Interesse des Kindes einen Teil des Sorgerechts auf einen Pfleger oder das gesamte Sorgerecht auf einen Vormund zu übertragen. Die bisher sorgeberechtigten Eltern können dann für das Kind in diesem Bereich (bei Pflegschaft) oder im gesamten Bereich (bei Vormundschaft) nicht mehr handeln. 

Grundsätzlich sollte eine Privatperson aus dem Angehörigenkreis oder sonstigen Umfeld des Kindes als Pfleger oder Vormund bestellt werden.  Falls eine geeignete Privatperson zur Verfügung steht, wird diese dann vom Gericht bestellt werden. Sollten Probleme bei der Führung der Pfleg- oder Vormundschaft auftreten, kann sich der Pfleger oder Vormund zur Beratung und Unterstützung an die Beistand-, Pfleg- und Vormundschaft wenden.

Steht keine geeignete Privatperson zur Verfügung, wird die Beistand-, Pfleg- und Vormundschaft als Pfleger oder Vormund bestellt. Im Rahmen des übertragenen Wirkungskreises ist dann im Interesse des Kindes zu handeln. 

 

Beratung und Unterstützung bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen

  • Minderjähriger
  • junger Volljähriger  (bis zur Vollendung 21. Lebensjahr)
  • Müttern nach § 1615 l BGB (sog. Betreuungsunterhalt)

Der Elternteil, beim das Kind lebt, wird auf Wunsch beraten und unterstützt, wenn es wegen des vom anderen Elternteil für das Kind zu leistenden Unterhalts Probleme gibt, z.B. wegen der Höhe des zu leistenden Unterhalts oder  der Unterhalt nicht bezahlt wird.

Falls ein junger Volljähriger (bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres) seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann, z.B. wegen Schulbesuch oder Berufsausbildung, besteht weiter Unterhaltsanspruch gegenüber seinen Eltern. Auf seinen Wunsch wird er wegen seiner Unterhaltsansprüche gegenüber den Eltern beraten und unterstützt. 

Nach der Geburt des Kindes hat die nicht verheiratete Mutter gegenüber dem Vater

des Kindes grundsätzlich auch für sich selbst Anspruch auf Unterhalt. Auf ihren Wunsch kann sie bei der Geltendmachung dieses Unterhaltsanspruchs gegenüber dem Vater des Kindes beraten und unterstützt werden.

Im Rahmen dieser Beratung und Unterstützung bei der Geltendmachung der Unterhaltsansprüche besteht jedoch nicht die Möglichkeit der Vertretung durch die Beistand-, Pfleg- und Vormundschaft vor Gericht.

 

Negativbescheinigung (Auskunft über Nichtabgabe und Nichtersetzung von Sorgeerklärung)

Sind die Eltern bei Geburt des Kindes nicht verheiratet, steht der Mutter allein die elterliche Sorge zu. Den Eltern steht sie dann gemeinsam zu, wenn sie heiraten, sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (sog. Sorgeerklärung, Beurkundung ist dazu notwendig, dies ist bei Beistand-,Pfleg- und Vormundschaft möglich) oder wenn das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge beiden Eltern gemeinsam überträgt.

Benötigt die Mutter einen Nachweis (z.B. gegenüber Schule oder Behörde), dass die elterliche Sorge allein bei ihr liegt, kann sie von der Beistand-, Pfleg- und Vormundschaft ein sog. Negativbescheinigung (ehemals: Negativattest) verlangen, wenn das Kind im Landkreis geboren ist.

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